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Casinos in Indianer-Reservaten

Casinos in Indianer-Reservaten
Europa Casino
Nicht in Indianer-Hand: Europa Casino

Casinos, die in Reservaten der nordamerikanischen Ureinwohner ‐ der Indianer ‐ liegen, gibt es in den Vereinigten Staaten und in Kanada bereits seit Mitte der 90er Jahre. Viele Stämme haben sich dazu entschieden, in ihren Territorien Glücksspiele anzubieten. In manchen dieser Gebiete in Kanada wurden sogar Lizenzen für Online-Casinos ausgestellt, als die Frage aufkam, ob solche Online-Glücksspiele in Nordamerika überhaupt legal sind.

Aber warum gibt es diese Casinos eigentlich und weshalb sieht es so aus, als ob sie unabhängig von anderen Gesetzen in Nordamerika betrieben werden können? Diese Geschichte ist faszinierend und geht auf eine lange Historie zurück. Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen.

In den 1970er Jahren erhielt ein Ehepaar vom Stamm der Chippewa, das auf indianischem Land wohnte, eine Grundsteuer-Abrechnung, die die Eheleute nicht zahlen wollten. Das Problem kam vor Gericht und das Paar verlor zwei Prozesse, unter anderem am Supreme Court of Minnesota. Daraufhin zogen Sie vor das oberste Gericht der USA, den Supreme Court, dessen Richter urteilten, dass die Bundesstaaten in den USA nicht die nötige Autorität hätten, Ureinwohner in Indianer-Reservaten zu besteuern. Darüber hinaus wurde im Urteil betont, dass Bundesstaaten allgemein nicht die nötige Autorität haben, um Aktivitäten der Ureinwohner in diesen Reservaten zu regulieren.

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Im Jahr 1988 verabschiedete der US-Kongress dann den "Indian Gaming Regulatory Act", ein Gesetz, dass Indianerstämmen in den USA das Recht einräumte, Glücksspiel-Einrichtungen in ihren Reservaten aufzubauen, wenn es in den jeweiligen Bundesstaaten legales Glücksspiel in irgendeiner Form gibt. Auf diese Weise wurde die Autorität der Stämme der Ureinwohner innerhalb der Reservate in den gesamten USA unterstrichen.

Diese Entscheidung war zugleich die Geburtsstunde der Glücksspiele in Indianer-Reservaten. Schon bald begannen die Ureinwohner damit, die ersten Bingohallen in Reservaten aufzubauen. Diese entwickelten sich dann später zu kompletten Casinos und Anbieter von ganz verschiedenen Glücksspielen.

Im Jahr 2011 gab es bereits 460 Glücksspiel-Angebote, die von 240 Stämmen betrieben wurden und auf einen jährlichen Umsatz von insgesamt 27 Milliarden US-Dollar kamen. Einige der berühmtesten dieser Einrichtungen sind das Pechanga Resort and Casino in Temecula und das Morongo Casino, Resort and Spa im kalifornischen Cabazon, aber auch das Foxwoods Resort Casino oder das Mohegan Sun Resort and Casino, die beide in Connecticut liegen.

Allerdings werden nicht alle dieser Casinos von den Stämmen selbst verwaltet, oft sind daran noch andere Firmen beteiligt, wie es zum Beispiel im Cherokee Casino in North Carolina, dem Ak-Chin Casino in Arizona oder dem Prairie Band Casino in Kansas der Fall ist. All diese Casinos werden von Harrah’s verwaltet, das Mohegan Sun wird hingegen vom Stamm selbst in Zusammenarbeit mit einer südafrikanischen Casinogruppe geleitet.

Einige Stämme haben von den Gewinnen, die sie mit den Casinos in ihren Reservaten erzielt haben, finanziell durchaus profitiert. Viele andere Stämme waren hingegen nicht ganz so glücklich. Der Grund dafür ist vor allem die geografische Verteilung der Stämme.

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Einige Reservate, zum Beispiel die Territorien, in denen Foxwoods und Mohegan Sun zu finden sind, liegen auf halber Strecke zwischen New York und Boston. Viele andere Ländereien der Ureinwohner sind hingegen weit von den großen Städten entfernt, deren Bevölkerung die Glücksspielangebote gerne nutzt, die dann wiederum für die wirtschaftliche Entwicklung der Stämme sorgen. Einige Stämme haben zusammen mit Investoren versucht, Casinos außerhalb der Reservate zu etablieren, allerdings haben bis heute erst drei erfolgreiche Casinos ihre Türen geöffnet.

Selbst die Casinos, die überwältigenden Erfolg erzielt haben, wurden von der Rezession im Jahr 2007 hart getroffen, ebenso wie vom anschließenden wirtschaftlichen Niedergang. Bis zum Jahr 2012 hatten selbst große Casinos wie Foxwoods oder das Mohegan Sun Milliarden Dollar an Schulden angesammelt. Sie kämpfen bis heute darum, auf dem Markt zu bleiben.

Die Zukunft wird zeigen, ob diese Casinos in der Lage sein werden, das Ruder herumzureißen. Viele Menschen haben die Hoffnung nicht aufgegeben, da Casinos in der Regel hohe Gewinne abwerfen. Da keine Steuern der Regierung für Casinos in den Reservaten der Indianer gelten, haben die Casinos durchaus eine Chance.